Deef - Duur

Deef - Duur 24./25.09.2016

Eine Töfftour mit bekannten Gesichtern, Unterstützung von einer anderen Cliqué, viel Sonne und geschätzte 175 Umleitungen führten die Rhyschnoogge-Motorradtruppe an den Fuss der Schwäbischen Alp in die Kreisstadt Tochtelfingen.

Die Rhyschnogge-Motorradgruppe erhielt dieses Jahr Unterstützung von der Seibi-Cliqué. Dank Vermittlerin Corinne Hoffmann (Sozia von René Stohler, BMW) wurde die Rotte durch Jörg Käser (Seibi, BMW) ergänzt. Zusammen mit den alten Hasen (Felix Huber, BMW), Irene Bachmann (BMW), Chris Heptig (Honda, mit Sozia Katharina Winter), Juzi Schweizer (Harley-Davidson, mit Sozia Stinli Schweizer) und Martin Lacher (BMW, mit Sozia Bea Gianola) fuhren wir zunächst zweimal nach Rheinfelden.

Das Ziel war aber Tochtelfingen, wo eine Brauerei lockte. Doch ständig wurde die schöne, von Felix zusammengestellte Route von gefühlten hundert Umleitungen unnötig detourniert. Es schien als wurde hier Hanspi Wessels geklont: Hunderte rot-weissen Holzlatten sperrten die Schwäbische Alp grossflächig ab. Da gab es Umfahrenen zu bestehenden Umfahrungen, welche wiederum in Umfahrungen umfuhren. Unsere Blinker glühten. Einmal war sogar die ganze Dorfdurchfahrt gesperrt. Das desaströse Basler Verkehrskonzept wurde hier offensichtlich kopiert. Zu hoffen bleibt, dass der Klon seine rot-weissen Abschrankungen nicht dem anderen Clown ans Rheinknie liefern wird.

Und irgendwann kam Tochtelfingen. Halb schwindlig von den vielen Ortsnamen, die alle auf –fingen enden, mussten wir zunächst unsere Sinne durch kühlen Gerstensaft schärfen. Im 6‘500-Seelen-Tochtelfingen gab es alles, was das Herz begehrt. Will heissen: 1 Kirche, 1 Tourismusbüro, zwei Bancomaten, 2 leere Restaurants, 1 geschlossene Tankstelle, 1 Brauerei, und autofreie Begegnungszonen mit Kopfsteinpflaster. Und viele schöne Riegelhäuser. Ein Musterdorf ohne Leben. Zumindest am Samstagabend tote Hose.

Ausser eben in der Brauerei. Da waren also wir, eine deutsche Fasnacht-Gesellschaft und eine Survival-Truppe (ihr Main Task lag im Herunterschütten von Gerstensaft) zelebrierten. Schlussendlich war die Lokalität - ein hübsches gemütliches Restaurant mit herzhaften Menüs - für alle ausserordentlich gut gewählt. Nach einem herrlichen Znacht in der heimeligen Stube übten wir noch Humpen-Heben und genossen die sprachlichen Ähnlichkeiten zwischen dem Schwäbischen und dem Baseldytsch mit viel Witz und Lachen. Durch die freiwillige Selbstkontrolle stellten alle Rhyschnoogge brav um 23h00 die Gläser hin und gingen ins Bett.

Rot-weisse Abschrankungen säumten auch am zweiten Tag unsere Wege. Obwohl Felix eine komplett andere Route für die Fahrt nachhause ausgesucht hat, erlebten wir erneut Umfahrungen hoch vier. So kam es, dass wir unerwartet wieder die eine oder andere Ortschaft durchfuhren mussten, und so mehrmals zu Déjà-vu-Erlebnissen kamen. Sei’s drum. Das Wetter zeigte sich von der besten Seite, und so konnten wir unseren Halt draussen geniessen.

Es war ein sehr toller Ausflug. Viel Spass, viel zum Lachen. Viel Bier. Viel Freude. Viel Frieden. Viele Kurven. Viel Motorradfeeling. Auch mit viel Umfahrungen konnte man uns den Spass nicht vermiesen.

BS 17000

 

Do findisch d Föteli